top of page

Aktuelles zum Thema Funktionelle Medizin

Aktualisiert: 27. Juli


ree

Die Schilddrüse ist nur etwa so groß wie eine Walnuss – und dennoch eines der wichtigsten hormonproduzierenden Organe unseres Körpers. Sie sitzt unterhalb des Kehlkopfs, sieht aus wie ein Schmetterling und steuert über die Bildung von Schilddrüsenhormonen (T3 und T4) eine Vielzahl lebenswichtiger Prozesse:


  • den Energie- und Grundumsatz

  • den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen

  • die Körpertemperaturregulation

  • die Funktion von Herz, Muskulatur, Gehirn und Nervensystem

  • den Zyklus, die Fruchtbarkeit und psychische Stabilität


Wenn die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht gerät


Störungen der Schilddrüse sind weit verbreitet – besonders bei Frauen. Sie treten häufig in hormonellen Umbruchphasen auf (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) oder nach starker Belastung durch Stress, Infekte oder Nährstoffmangel.

In vielen Fällen handelt es sich um eine Unterfunktion.

Entweder bildet die Schilddrüse selbst zu wenig Hormone - eine primäre Schilddrüsenunterfunktion. Oft ist in Fällen einer primären Hypothyreose die Schilddrüse selbst aber noch in der Lage Hormone zu bilden, nur fehlen ihr die entsprechenden Baustoffe. Aufgrund von Nährstoffmangel in Lebensmitteln, erhöhtem Verbrauch bei chronischen Erkrankungen und/oder gestörte Aufnahme über den Darm kann es zu Defiziten kommen und eine ordnungsgemäße Bildung der Hormone ist nicht mehr gewährleistet.


Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion bei Stress

Chronischer Stress wirkt über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) auf viele hormonelle Regelkreise. Lang andauernder Stress kann dazu führen, dass:

  • der Hypothalamus seine Impulse verändert (z. B. weniger TRH = weniger TSH),

  • die Hypophyse nicht mehr ausreichend stimuliert,

  • und die Schilddrüse dadurch inaktiv bleibt – trotz intaktem Gewebe.

Gleichzeitig hemmt Cortisol (das wichtigste Stresshormon) auch die Umwandlung von T4 in das aktive T3 – man spricht dann zusätzlich von einer konversionellen Unterfunktion. Das kann zu klassischen Symptomen führen, obwohl Laborwerte wie TSH noch im Normbereich liegen.


Schilddrüsenunterfunktion durch eine Umwandlungsstörung

Die Schilddrüse produziert hauptsächlich das Hormon T4 (Thyroxin) – eine Speicherform, die im Körper noch in das aktive Hormon T3 (Trijodthyronin) umgewandelt werden muss, damit es wirken kann.

Bei einer Umwandlungsstörung gelingt diese Umwandlung nicht ausreichend. Das bedeutet:

  • im Blut ist oft genug T4 vorhanden

  • aber zu wenig aktives T3

  • sodass trotz „normaler“ Laborwerte Symptome einer Unterfunktion auftreten können


Diese Störung kann u. a. durch Stress, Nährstoffmängel (z. B. Selen, Zink, Eisen), Entzündungen, Leberprobleme oder chronische Erkrankungen verursacht oder begünstigt werden.


Was sind typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion?


  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung

  • Kälteempfindlichkeit

  • Konzentrationsprobleme („Gehirnnebel“)

  • depressive Verstimmungen

  • Verstopfung

  • Haarausfall

  • trockene Haut


5 Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion die nicht so bekannt sind:


  • Heisere Stimme oder ständiger Räusperzwang→ Durch einer vergrößerte Schilddrüse (Struma) oder durch ein Myxödem

  • Schwellungen im Gesicht und an Händen und Füßen→ Typisch ist ein „aufgedunsenes“ Erscheinungsbild durch vermehrte Einlagerung von Glykosaminoglykanen wie Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat (Myxödem).

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen→ Durch verlangsamte Nervenleitung oder begleitende periphere Neuropathien.

  • Brüchige, rillige Nägel oder verlangsamtes Nagelwachstum→ Mangeldurchblutung und verlangsamter Zellstoffwechsel betreffen Hautanhangsgebilde.

  • Hohe Blutfettwerte (v. a. LDL-Cholesterin) trotz gesunder Ernährung→ Der Körper baut Fette langsamer ab, weil der Leberstoffwechsel verlangsamt ist.


Ganzheitliche Diagnostik und Therapie


In meiner Praxis berücksichtige ich bei Schilddrüsenbeschwerden nicht nur die klassischen Laborwerte (TSH, fT3, fT4, Antikörper), sondern auch:

  • den Zustand der Nebennieren und Stressachse

  • die Darmgesundheit (v. a. Leaky Gut, Nährstoffaufnahme)

  • mögliche Nährstoffmängel (z. B. Jod, Selen, Eisen, Zink, Vitamin D, B-Vitamine)

  • die Hormonlage insgesamt (Östrogendominanz, Progesteronmangel etc.)

Die Behandlung richtet sich individuell nach Ihren Werten, Symptomen und der Lebenssituation. Sie kann Infusionstherapien, Mikronährstofftherapie, Ernährungsberatung und auch Phytotherapeutika umfassen.



Online Praxis

Du möchtest deine Gesundheit in die Hand nehmen, wohnst aber nicht in meiner Nähe? Kein Problem:

Ich arbeite auch online. So kannst du bequem von überall aus mit mir zusammenarbeiten.

Im kostenlosen, telefonischen Kennenlerngespräch klären wir direkt, ob und wie ich dich auf deinem Weg unterstützen kann.


👉Jetzt einen Termin sichern





Verpasse keine wertvollen Gesundheitstipps mehr - jetzt Newsletter abonnieren




 
 
 
  • Autorenbild: Sonja Speck
    Sonja Speck
  • 4. Nov. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Juli

Infektanfälligkeit gerade im Winter kann Ausdruck eines Nährstoffmangels sein.

Unsere Immunzellen sind auf eine gute Versorgung mit verschiedenen Nährstoffen angewiesen. Sowohl für die erste Immunabwehr an unseren Schleimhäuten wie auch für die spezifische Abwehr im Gewebe und die Regenerationsfähigkeit nach einem Infekt sind verschiedene Nährstoffe unabdingbar.

Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick:


Vitamin D

Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts weisen 61,5 % der Erwachsenen einen Vitamin D Spiegel von unter 50 nmol/l, 30,2 % liegen sogar ständig unter 30 nmol/l.

Die optimale Versorgung liegt bei 80-160 nmol/l (lt. Dr. Gröber "Mikronährstoffe")

Vitamin D unterstützt sowohl das unspezifische wie auch das spezifische Immunsystem. Es hemmt die Bildung entzündungshemmender Botenstoffe und

moduliert die T-Lymphozyten, d.h. es gleicht eine überschießende Immunantwort aus.


Vitamin C

Vitamin C ist ein essentielles Vitamin, d.h. der Körper kann es nicht selbst herstellen und er kann es auch nicht wirklich speichern.

Vitamin C ist zuständig für die Stimulation der Immunzellen, für die ihrer

Verlängerung der Funktionsdauer und schützt sie vor oxidativem Stress.

Es gibt eine interessante Untersuchung zu der Wirkung von Vitamin C auf unser Immunsystem, bei der 168 Probanden über 60 Wintertage täglich 1 g Vitamin C oder Placebo bekamen. In der Verumgruppe kam es im Vergleich zu Placebo zu signifikant weniger Erkältungen (–26 %) und signifikant weniger Krankheitstagen (–44 %) [1].

Um eine immunstimulierende Wirkung zu erreichen sollte mind. 1 g Vitamin C über den Tag verteilt eingenommen werden.


Vitamin A

Vitamin A ist kein so prominenter Nährstoff in Bezug auf das Immunsystem wie die beiden vorangegangenen Nährstoffe. Es ist tatsächlich aber mindestens genauso wichtig.

Es wirkt v.a. in den Schleimhäuten , die ja die erste Abwehrbarriere für Bakterien, Viren und Parasiten darstellt. Des weitern ist Vitamin A an der Produktion von Antikörpern, an der Aktivierung von Makrophagen (die "Aufräumer" des Immunsystems), Natürlichen Killerzellen und Lymphozyten beteiligt. Das sind nur einige Funktionen von Vitamin A.

Vitamin A selbst ist nicht in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Aber die Vorstufen - die Carotinoide. Am Bekanntesten ist hier das Betacarotin. Diese Provitamine werden im Körper zu dem funktionellen Vitamin A umgewandelt.

Leider sind genetisch bedingte Umwandlungsstörungen keine Seltenheit, weswegen es auch bei ausreichender Zufuhr von Carotinoiden über die Nahrung zu einem Vitamin A Mangel kommen kann. Bei spezifischen Symptome sollte das Vitamin A mittels einer Blutanalyse bestimmt werden um einen Mangel zu erkennen und entsprechend beheben zu können.


Zink

Zink unterstützt die Erregerabwehr an den Schleimhäuten, in der zellulären Abwehr und bei der Bildung von Antikörpern. Bei einem Zinkmangel reduziert sich die Aktivität der Abwehrzellen und es kommt zur vermehrten Produktion entzündungsfördernder Mediatoren. Dadurch erhöht sich die Infektanfälligkeit und die Schleimhautdicke v.a. in der Lunge nimmt ab.


Magnesium

Magnesium übt eine wichtige Funktion in der Immunabwehr aus. Forscher am Universitätsspital in Basel haben entdeckt, dass T-Zellen infizierte Zellen nur in magnesiumreicher Umgebung wirksam eliminieren können. Konkret spielt Magnesium eine Rolle für die Funktion eines Oberflächenproteins der T-Zellen namens LFA-1


Selen

Selen unterstützt das spezifische und unspezifische Immunsystem.

Aktiviert die zytotoxischen T-Zellen und die Bildung von Antikörpern. Wirkt ausgleichend auf die Immunantwort der T Helferzellen.


In jedem Fall empfiehlt sie zur Infektprophylaxe eine Laboruntersuchung der o.g. Nährstoffe um dann die Defizite mit Supplementen gezielt auszugleichen. Dafür wenden Sie sich gerne an Ihren Therapeuten oder Arzt.

Auch in meiner Praxis gibt es die Möglichkeit präventive Laboruntersuchungen durchzuführen. Schauen Sie hierfür auf meine Homepage unter Prävention & Ernährung.


[1] Van Straten M, Josling P. Preventing the common cold with a vitamin C supplement: A double-blind, placebo-controlled survey. Advances in Natural Therapy. 2002 19

 
 
 
  • Autorenbild: Sonja Speck
    Sonja Speck
  • 28. Aug. 2021
  • 1 Min. Lesezeit

ree

Schätzungsweise 20-25% der Deutschen leidet unter dem sogenannten Reizdarm-Syndrom (RDS). Die Diagnose wird nach der S3 Leitlinie gestellt:

  1. die darmbezogenen Beschwerden, wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Krämpfe, liegen mehr wie 3 Monate vor

  2. die Lebensqualität des Patienten wird dadurch beeinträchtigt

  3. es liegen keine für andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen vor - d.h. es liegt keine andere Erkrankung vor, die diese Symptome auslöst

Mögliche Ursachen eines "Reizdarms":

  • Störung der Darmflora - also ein Ungleichgewicht der den Darm besiedelnde Bakterien, z.B. eine vermehrte Fäulnis- und eine verminderte Säuerungsflora

  • Verdauungsinsuffizienzen, z.B. durch eine Mangel an Verdauungsenzymen oder an Gallensäure

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • Nahrungsmittelallergien

  • Leaky gut, d.h. eine nicht gewünschte Durchlässigkeit der Darmwand durch geschädigte Darmschleimhautzellen

  • Darmschleimhautentzündungen

  • Darminfektionen

  • Motilitätsstörungen

  • psychische Faktoren

Diagnose:

Einen Großteil dieser möglichen Ursachen kann man durch eine Stuhlanalyse erkennen.

Hier wird die Bakterien Zusammensetzung der Dünn- und Dickdarmflora untersucht, spezifische Marker bestimmt, die eine Entzündung oder Insuffizienz der Darmschleimhautzellen anzeigen und Verdauungsrückstände wie Zucker, Fett, Eiweiße nachgewiesen, die Rückschlüsse auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse, des Magens und der Leber schließen lassen.

Außerdem gibt ein Ernährungsprotokoll über 1-2 Wochen u.U. guten Aufschluss darüber, ob und wie eine Ernährungsumstellung die Therapie unterstützen kann.

Bei Interesse und für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung

www.naturheilpraxis-sonjaspeck.com



 
 
 
bottom of page