• Sonja Speck

Präbiotika - Füttern Sie Ihre Darmbakterien


In unserem Darm leben mehrere Billionen Bakterien aus verschiedenen Bakterienstämmen. Die Zusammensetzung eines jeden Mikrobioms ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck - keines gleicht dem Anderen. Und doch spielt jedes Team harmonisch zusammen und bewältigt eine Vielzahl von Aufgaben für seinen Wirt:

- Immunmodulation -> im Darm finden wir die höchste Dichte an Immunzellen, hier sitzen 70-80 % aller antikörperbildenden Zellen. Der Darm ist unser größtes immunologisches Organ!

- Stoffwechsel -> die aufgenommene Nahrung wird aufgespalten und Nährstoffe über das Blut aufgenommen

- Bildung und Aufnahme von Vitaminen, Aminosäuren, Hormonen, Neurotransmittern

- Detoxifikation von Umweltgiften und Pharmaka

- Regulation der Sekret- und Hormonbildung der Bauchspeicheldrüse

uvm.

Um diese Vilezahl an Aufgaben bewältigen zu können, möchten unsere wunderbaren "Mitbewohner" aber auch gepflegt und versorgt werden.

Es gibt viele negative Einflüsse, denen unser Mikrobiom standhalten muss: eine ungesunde, unausgewogene Ernährung, z.B. industriell verarbeitete Lebensmittel, gehärtete Fette, Zucker etc., Medikamente, Antibiotika, Pestizide aber auch Stress gehören zu den Störfaktoren für ein ausgeglichenes Darmmilieu.

Unterstützen können wir unsere fleißigen Helferlein mit Präbiotika - das Futter für die Bakterien. Damit unterstützen wir Ihre Arbeit und fördern ihr Dasein und Dableiben.

Zu den Präbiotika gehören Ballaststoffe wie sie in Gemüse und Vollkornprodukten vorkommen. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Nahrungsbestandteile die in den Dickdarm gelangen und dort den Bakterien als Energiequelle dienen. Sie fördern deren Wachstum und Aktivität. Außerdem produzieren die Bakterien daraus kurzkettige Fettsäuren. Die Erforschung der Wirkung von kurzkettigen Fettsäuren steht noch ganz am Anfang, was aber bereits klar ist, ist ihre positive Wirkung bei entzündlichen Immunprozessen wie bei Autoimmunerkrankungen und auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. Parkinson und Alzheimer.

Ein weiteres Präbiotikum ist die Resistente Stärke. Durch das erhitzen und wieder Erkalten von Stärke, also z.B. Kartoffeln, Reis oder Nudeln, kristallisiert die Stärke aus und wird so unverdaulich. Ein weiterer Vorteil dieser resistenten Stärke ist, dass sie viel weniger Kalorien hat ;-)

Auch Oligo- Di und Monosaccharide spielen eine Rolle bei der Versorgung der Darmbakterien.....diese finden wir z.B. als Inulin in Topinambur, Artischocke, Schwarzwurzel, Zwiebel, Spargel und Yacon, eine Knolle, verwandt mit Topinambur, sie hat eine hohen Anteil an Inulin. Yacon hat ausserdem auch eine stabilisierende Wirkung auf den Blutzucker und reguliert den Blutdruck.

Fazit: eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung fördert unsere Darmflora und damit unsere Gesundheit



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